Ökologie

Wie verpacken wir Natur?

 

Wir sind davon überzeugt, dass nur der Weg mit der Natur uns in die Zukunft führt. Aber auf Verpackungen können wir trotzdem nicht verzichten. Was tun wir, um sie so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten?

 

Text: Darja Kozlova
Illustration: Stan Hema

Produkte schützen … Abfall vermeiden.

Für die Rezepturen der Dr. Hauschka Kosmetik schöpfen wir reichlich aus der Natur. Wir investieren weltweit viel in den Bio- und Demeter-Anbau unserer Rohstoffe und in die Herstellung unserer Produkte. Der wertvolle Inhalt soll nicht durch eine ungeeignete Verpackung vorzeitig verderben und zu Abfall werden. Daher sehen wir Produktschutz als Ressourcenschutz – und damit auch Klimaschutz. Zudem verwenden wir in unserer 100 % echten Naturkosmetik keine synthetischen Konservierungsstoffe. Die Bewahrung der Haltbarkeit und der Frische des Produkts ist daher die wichtigste Aufgabe der Verpackung. Für jedes neue Produkt prüfen wir, welches Packmittel am ökologischsten ist, bei vollem Produktschutz. Außerdem arbeiten wir aktuell daran, über die gesamte Prozesskette hinweg Material einzusparen. Von Konzeption und Entwicklung bis zu Lieferung und Entsorgung.

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"Produktschutz ist Ressourcenschutz – und damit auch Klimaschutz.”

Biokunststoffe – Fluch oder Segen?

„Biokunststoff“ hält längst nicht alles, was sein Name verspricht. Biokunststoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe sind oft nicht nachhaltiger als Kunststoffe auf Mineralölbasis. In der Kritik steht häufig der Anbau, der mit dem Einsatz von Pestiziden und Dünger verbunden sein kann, sowie die Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen und die Konkurrenz um Acker- oder Waldflächen. Für uns kommen sie nur in Frage, wenn sie nachweislich umweltfreundlicher sind als konventionelle Kunststoffe. Biokunststoffe, die biologisch abbaubar sind, setzen wir derzeit ebenfalls nicht ein. Werden sie nicht sachgerecht entsorgt, können sie zur Mikroplastikproblematik beitragen. Denn für sie existieren in vielen Ländern noch keine geeigneten Recyclingkreisläufe. Dennoch behalten wir die Entwicklungen im Auge.

 

Recyclinganteil erhöhen.

Die Ressourcen für die Herstellung von Glas, Aluminium oder konventionellen Kunststoffen sind nicht unendlich. Wir achten daher sehr genau darauf, dass das Material wiederverwendet werden kann. Dazu müssen die Materialien möglichst sortenrein in den Wertstoffkreislauf gelangen. Nur dann können aus ihnen wieder hochwertige Verpackungen entstehen. Mit dem Einsatz von Altpapier oder Recyclingkunststoffen aus Verbraucherabfällen schonen wir Rohstoffe und tragen aktiv zum Klimaschutz bei. Denn Recycling reduziert die energieintensive und umweltbelastende Förderung und Herstellung von Rohmaterialien.

 

Kunststoffe: besser als ihr Ruf.

Kunststoff ist, im Vergleich zu Glas und Aluminium, in der Herstellung weniger belastend für das Klima. Deswegen wollen wir ihn nicht rigoros verteufeln. Zudem sind Kunststoffe leicht, bruchsicher, hoch belastbar, vielfältig gestalt- und somit einsetzbar. Wir nutzen vorwiegend PE und PP, die energieeffiziente und gut recyclingfähige Kunststoffe sind. Nach Möglichkeit setzen wir Recyclingkunststoffe mit einem Anteil bis zu 97 % ein. Unsere Kunststoffverpackungen enthalten außerdem keine Weichmacher wie Phthalate, BPA oder ähnlich problematische Zusätze.