Ringelblume

Synonyme:  Butterblume, Goldblume, Ringelrose, Sonnenwende, Totenblume
Wissenschaftlicher Name: Calendula officinalis L.
Familie: Asteraceae (Korbblütengewächse)



Heimat

Vermutlich Mittelmeerraum. Heute fast weltweit verbreitet.



Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Saponine, Carotinoide, Xanthophylle, Bitterstoffe, Schleime, Flavonoide.



Beschreibung

Warum sie Ringelblume genannt wird, weiß, wer diese dankbare Sommerblume schon einmal selber ausgesät hat. Nicht die Blüten oder Blätter sind es, sondern die samenartigen Trockenfrüchte, das, was wir als Samen kennen, die sich vielgestaltig, mal mehr, mal weniger stark ringeln, Halbkreise oder nur kleine Häkchen bilden. Sehr zuverlässig keimt diese einjährige Heilpflanze, die auf kräftigen, filzig behaarten Stängeln bis zu 70 cm hoch wird. Sie erfreut uns ab Juni bis weit in den Oktober hinein mit ihren Blüten, die bis zu 4 cm groß werden und in kräftigen Gelb- und Orangetönen weithin sichtbar den Garten erleuchten, kleinen Sonnenscheinen gleich.



Verwendung

Der astrologisch orientierte Botaniker und Arzt Nicholas Culpepper (1616-1654) schwor auf das "Marigold" zur Stärkung des Herzens. Auch Samuel Müller erwähnte in seinem "Vade-Mecum Botanicum" (1694) einen ganzen Katalog von Übeln, gegen die Calendula gut sein sollte. Heute steht in der Medizin ihre äußerliche Anwendung in Formen von Salben, Essenzen, Gelen und Ölen zur Wundheilung im Vordergrund. Sie ist eines der besten Wundheilkräuter überhaupt und wird mit ihrer entzündungshemmenden und wundheilungsfördernden Wirkung sogar bei Unterschenkelgeschwüren eingesetzt.

In der Hautpflege ist sie besonders bei verletzter, gereizter, empfindlicher und entzündeter Haut hilfreich. Sie greift tief in den Stoffwechsel ein, reguliert die Blutzirkulation der Haut und steigert den Hauttonus. Auch entzündete Brustwarzen, Verbrennungen, Quetschungen und Sonnenbrand werden mit der Ringelblume behandelt. Da sie blutreinigend wirken soll, wird sie weiter gerne bei chronischen Ekzemen, Furunkeln, Pickeln und Pubertätsakne verwendet.

Als Tee eingenommen wirkt sie leicht krampflösend und beeinflusst die Galleausscheidung, wodurch sie die Verdauung fördert.



Wissenswertes

Die sonnengleiche Ringelblume vollzieht der Sonne Lauf mit ihren Blüten nach: Mit Anbruch des Tages öffnet sie ihre Blüten und verschließt sie, sobald die Sonne wieder untergeht. Dieses Gehen mit der Sonne wie ein Kalender veranlasste die Botaniker wohl, ihr den wissenschaftlichen Namen Calendula vom lateinischen calendae - das ist der jeweils erste eines Monats - zu geben. Wegen ihres schnellen und ungehemmten Wachstums trägt sie zurecht auch den Beinamen "Wucherblume". Ihr zum Teil aromatischer, aber auch an Verwesung erinnernder Geruch machte sie in der christlichen Mythologie zum Sinnbild für die Erlösung nach dem Tode. Mit ihrer unerschöpflichen Vegetationskraft war sie ein Zeichen für ewig dauerndes Leben und wurde von den Menschen als "Totenblume" auf die Gräber der Friedhöfe gepflanzt. Auch in Mexiko gilt sie als Blume des Todes, von der man glaubte, sie sei aus dem Blut der durch die spanischen Eroberer erschlagenen Indianer entstanden. Die goldgelbe Blume, auch Sonnenbraut genannt, war im Mittelalter der germanischen Göttin Freya und später der christlichen Maria geweiht.

Blumen, die an den wichtigsten Punkten im Sonnenlauf blühen und deren Form der Sonne ähnelt, galten immer schon als heilige Blumen. Zu ihnen gehörten neben der Ringelblume das Gänseblümchen, das Johanniskraut und die Wegwarte. Als Zauberpflanze durfte die Ringelblume bei keinem Liebeszauber fehlen. Pflanzte oder säte ein Mädchen die "Niewelkblume" in die Fußspuren des Geliebten, musste er - ob er wollte oder nicht - für immer zu ihr kommen. Auch in Spanien waren die Hexenmeister von ihrer Zauberkraft überzeugt und trugen sie als Talisman immer bei sich.



Die Pflanze anders betrachtet

Üppigkeit und Sonnenhaftes. Das sind die Attribute, die einem schnell zum Wesen der Ringelblume einfallen. Geradezu wuchernd erobert sie während ihres kurzen Lebens ihre Umgebung, schiebt Blatt um Blatt und Blüte um Blüte, unermüdlich, bis der Frost ihr Wachstum beendet. Ihr üppig wachsendes Blätterwerk wird von der sonnenhaften Blüte gekrönt und zum Einhalten gemahnt. Die Blüte bringt also zum ordnenden Abschluss, was sonst nur krautig wuchern würde. Verwesender Geruch umhüllt dieses kraftvolle Wachstum, als ob die Ringelblume jederzeit Gefahr liefe, sich im Überschießenden zu verlieren.

So ähnelt die Ringelblume mit ihrem Wesen dem verletzten Gewebe, das mit Entzündung reagierend totes Gewebe eitrig abstößt. Neu wucherndes Gewebe muss geformt werden und einem ordnenden Prinzip folgen. Die Ringelblume unterstützt diese Prozesse besonders bei schlecht heilenden, entzündeten Wunden.



Die Pflanze in unseren Produkten

In der Dr.Hauschka Kosmetik findet die Ringelblume ihren Platz dort, wo gereizte oder zu Entzündung neigende Haut beruhigt werden soll; so in Nach der Sonne, Augenbalsam, Augencreme, Concealer, Gesichtsmilch, Gesichtstonikum klärend, Gesichtsöl, Gesichtswaschcreme, Lippenkosmetikum, Abdeckstift, Light reflecting Concealer, Neem Haartonikum sowie in Dr. Hauschka Med Akut Lippenpflege Labimint und Mundspülung Salbei.

Ringelblume ist zudem in WALA Arzneimitteln zu finden, die bei entzündeten Wunden oder entzündlichen Hautprozessen verwendet werden, so zum Beispiel in Akne-Wasser*, Brandessenz*, Wund- und Brandgel*, Mercurialis Salbe*, Majorana Vaginalgel*, Calendula- Essenz*, Calcea Wund- und Heilcreme* sowie Echinacea Mund- und Rachenspray*.



Pflichtangaben

*Pflichtangaben zu den genannten Präparaten (die Anwendungsgebiete ergeben sich aus der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis):

Akne-Wasser

Anwendungsgebiete: Harmonisierung der Empfindungsorganisation in der Haut bei umschriebenen eitrig-entzündlichen Erscheinungen, z.B. Acne vulgaris, übermäßige Absonderung der Talgdrüsen (Seborrhoe). Warnhinweis: Enthält 15 Vol.-% Alkohol.

Brandessenz

Anwendungsgebiete: Verbrennungen und Verbrühungen 1. und 2. Grades, Sonnenbrand, allergisch-hyperergische Hautkrankheiten (Dermatosen), Insektenstiche, Schürfwunden und Geschwüre. Warnhinweis: Enthält 23 Vol.-% Alkohol.

Calendula-Essenz

Wirkstoff: Calendula officinalis e floribus LA 20% Anwendungsgebiete: Zur Vereiterung tendierende Entzündungen von Haut und darunterliegenden Geweben; sekundäre Wundheilung. Lokale Behandlung von Wunden und oberflächennahen Entzündungen. Spülung von Wundhöhlen und entzündeten Schleimhäuten. Warnhinweis: Enthält 25 Vol.-% Alkohol.

Calcea Wund- und Heilcreme

Anwendungsgebiete: Lokale Behandlung von Wunden und oberflächennahen Entzündungen der Haut, bei Wundliegen (Dekubitus), zur Vorbeugung gegen Wundliegen (Dekubitusprophylaxe). Warnhinweis: Cetylstearylalkohol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.

Echinacea Mund- und Rachenspray

Anwendungsgebiete: Harmonisierung der Empfindungsorganisation im Mund-Rachen-Bereich bei akut- und chronisch-entzündlichen Veränderungen der Schleimhäute und Mandeln sowie bei lymphatischer Diathese. Warnhinweis: Aufgrund des Bestandteils Salbei sollte Echinacea Mund- und Rachenspray in der Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden. Enthält 18 Vol.-% Alkohol.

Majorana Vaginalgel

Anwendungsgebiete: Harmonisierung des Wesensgliedergefüges bei Entzündungen der weiblichen Geschlechtsorgane, z.B. Scheidenentzündung (Kolpitis), Entzündung der Schamteile (Vulvitis), Scheidenausfluss (unspezifischer Fluor). Warnhinweis: Majorana Vaginalgel darf nicht zusammen mit Latex-Kondomen angewendet werden, da die Reißfestigkeit und Dichtigkeit dieser Kondome vermindert werden kann, so dass deren Schutzwirkung nicht mehr gewährleistet werden kann.

Mercurialis Salbe

Anwendungsgebiete: Harmonisierung des Zusammenwirkens von Empfindungs- und Lebensorganisation in Haut und Unterhaut bei chronisch-entzündlichen Prozessen, eitrigen, schlecht heilenden Wunden, Ekzemen. Warnhinweis: Erdnussöl und Wollwachs können in seltenen Fällen örtlich begrenzte Hautreaktionen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.

Wund- und Brandgel

Anwendungsgebiete: Verbrennungen und Verbrühungen 1. und 2. Grades, Sonnenbrand, allergisch-hyperergische Hautkrankheiten (Dermatosen), Insektenstiche, Schürfwunden und Geschwüre. Warnhinweis: Bei Verbrennungen zweiten Grades (mit Blasenbildung) ist ab einer Größe, die den Handteller überschreitet (1% der Körperoberfläche), bei Kindern eine ärztliche Beurteilung erforderlich.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage, und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.